EnneaForum 37, S. 08-11 (Mai 2010)

Jürgen Gündel

Enneagramm und Wissenschaft

„Wie hältst Du’s mit der Wissenschaft“ – eine Frage, die uns als Enneagramm-Anwender häufiger einmal peinlich berührt erstarren und dann in der einen oder anderen Weise ideologisch werden lässt.
Auf der einen Seite stehen diejenigen, die sagen: „Wozu Wissenschaft? Das Enneagramm steht doch in seiner Bedeutung für uns für sich selbst. Es hat in unseren Leben Deutliches und Positives bewirkt. Dass das so ist, wissen wir, es braucht dafür keinen ‚objektiven‘, das heißt von unserer subjektiven Eigenerfahrung unabhängigen Beleg. Warum sich wissenschaftlich etwas bestätigen lassen, was per Augenschein bereits Wert hat?“
Auf der anderen Seite steht der berechtigte Einwand derer, die sagen: „Subjektives Empfinden reicht nicht“. Zu sagen: ‚Ich fühle einfach, dass das Enneagramm wirksam ist‘ sei willkürlich, setze uns dem Vorwurf der Esoteriknähe aus. Stattdessen sollten wir uns einer äußeren und vom subjektiven Empfinden unabhängigen, also objektiven Überprüfung stellen.
Die Frage nach der Wissenschaftlichkeit wird dabei oft und mit einer gewissen „Überheblichkeit der rechten Lehre“ von der empirischen wissenschaftlichen psychologischen Forschung gestellt, deren Kriterien wir nachfolgend kurz beleuchten.

Was ist Wissenschaft?

Man könnte Wissenschaft definieren als:“ Ein Set von rituellen Vorgehensweisen mit Qualitäts-und Gütekriterien, mit dem Anspruch, durch sie und nur durch sie objektive Wahrheit und Wirklichkeit zu finden.“
Es gibt dabei einen deduktiven und einen induktiven Weg, wobei erstere sich häufig den Anspruch größerer Wissenschaftlichkeit herausnimmt. Er nimmt seinen Ausgang bei theoretischen Konstrukten (zum Beispiel:“Das Enneagramm“)und nähert sich dann zu deren Überprüfung der Wirklichkeit (Empirie). Wichtig ist diesem Weg die sg. Operationalisierung des Konstruktes. Man will es in beobachtbares und messbares überführen. Man leitet aus dem Konstrukt bestimmte Hypothesen ab (z.B.: Wenn Menschen unter Stress sind, verlassen sie das Verhalten/Fühlen/Denken ihres Typus und fallen in einen anderen, vorhersagbaren Typus), übersetzt diese in eine beobachtbare und messbare Variable ( vielleicht in einem Stressfragebogen oder in einem Experiment, in dem man beobachten könnten, wie Menschen sich unter Stress verhalten). Das Ausmass der Übereinstimmung zwischen Vorhersage und tatsächlichem Verhalten könnte man in Punktwerten festhalten. Man könnte das statistisch verarbeiten und sehen, ob die Hypothese bestätigt oder verworfen wird, was wiederum ein Anhaltspunkt dafür wäre, wie schlau das Enneagramm insgesamt ist.
Der Weg von Theorie zur Empirie folgt bestimmten Gütekriterien, nämlich dem der Objektivität ( die Ergebnisse sollen von den subjektiven Einflüssen der beteiligten Personen, zum Beispiel des Versuchsleiters ) unabhängig sein. Reliabilität: Die Ergebnisse sollten verlässlich wiederholbar sein. Validität: die Variablen sollen das messen, was sie zu messen vorgeben (dass zum Beispiel eine Person dem Typ 4 zugehört und nicht einfach nur einen kürzlichen Verlust betrauert). So weit, so gut.
Neben den vielen systemimmanenten Kritiken dieses methodologischen Weges, die von seinen Befürwortern durchaus zur Kenntnis genommen und zum Ausschluss von Fehlerquellen verwendet wurden, wäre an solchem Verfahrensweg prinzipiell zu kritisieren:

1. mangelnde Beeindruckbarkeit von der Wirklichkeit außerhalb der Theorie

Im deduktiven Weg bewegt sich der Forscher mit einer spezifischen vorgefassten Fragestellung auf die Welt und ihre Wirklichkeit zu. Von der Tendenz her geraten nur solche Daten in seine Datensammlung, die in Bezug auf seine Hypothesen bedeutungsvoll sind. Wie die Welt sich dem Forscher sonst noch offenbaren wollte, bliebe außen vor. Hätte ich beispielweise die Hypothese gebildet „Enneagramm macht glücklich“ und zu deren Überprüfung einen Glücklichkeitsfragebogen entwickelt, mit dem ich auf die Menschen zugehe, so würde die Öffnung meines Datenstaubsaugers doch nur Daten zum Thema glücklich/nicht glücklich hereinlassen. Wollte ein Befragter sagen, glücklicher sei er nicht geworden, aber weiser, emphatischer, sinnerfüllter, dabei streckenweise auch trauriger, so würden solche Antworten keinen Eingang in die Untersuchung finden. Mit vorformulierten Hypothesen an die Welt heranzugehen ignoriert die Reichhaltigkeit der Welt und ihren Versuch, sich uns auszudrücken. Der deduktive Weg lässt im Prinzip nicht zu, dass sich der Forscher von der Welt beeindrucken lässt.

2. Der deduktive Weg imitiert die automatische Persönlichkeit.

Wissenschaft so verstanden funktioniert letztlich wie unsere Persönlichkeitsfixierung. So würde Typ Nr. 6 mit der vorgefassten Hypothese in die Welt gehen, sie sei gefährlich. Er sammelt Daten zum Thema Gefahr (ja/nein). Dass Lust im Leben eine Rolle spielen könnte, wird von seiner vorformulierten Fragestellung ignoriert. Die Welt kann sich ihm nicht ausdrücken wie sie ist.
Der Weg der Persönlichkeit ist dabei eine aktive: Vorannahme schaffen, an die Welt herantreten, Daten aufnehmen, Daten verarbeiten. Die Aufgabe dieses Weges für die Persönlichkeit ist es, Vorhersagbarkeit der Welt zu schaffen und Gewohnheit zu legitimieren. Er hat etwas präzises, vorher wissbares, klares. Der uns wesentlichere und spirituellere Weg ist jedoch, sich von der Welt beeindrucken zu lassen, rezeptiv, empfänglich für ihren Ausdruck und Eindruck auf uns werden zu lassen. Es ist nur im Zustand der Empfänglichkeit, wo wir höhere Kräfte, die manche Gott nennen, erfahren können. Dieser Weg erbringt wesentlicheres, ängstigt jedoch auch, weil er wenig Vorhersagbares erbringt.
Der deduktive wissenschaftliche Weg folgt der Dynamik der automatischen Persönlichkeit und ist in ähnlicher Weise eingeschränkt wie diese. Es entstehen bestenfalls klassifikatorische Oberbegriffe, nie Begriffe des Lebens selbst. Es sind hohe Abstraktionsniveaus möglich, die jedoch nicht direkt mit erhöhtem Erkenntnisgewinn verbunden sind (vgl. Adorno 1972/1998).
Für uns stellt sich die Frage: sollten wir beim Forschungsgegenstand Enneagramm uns wirklich einlassen auf eine Methodik, die der eingeschränkten Persönlichkeit derart ähnlich ist. Oder müssten wir nicht eher Forschungsmethoden favorisieren, die dem Weg der Entwicklung aus der automatischen Persönlichkeit heraus näher kommen?

Exkurs: induktive wissenschaftliche Wege

Die Wissenschaft stellt hierfür, wenn auch als ein weniger geliebtes Kind, den sg. induktiven Weg zur Verfügung. Dieser bewegt sich, ausgehend von der Welt, hin zur Theoriebildung. Das Verfahren ist: sich in die Welt hineinbegeben, sich von ihr beeindrucken lassen, ihre Eindrücke in uns sich verarbeiten zu lassen. Das Verarbeitete sprachlich/theoretisch ausdrücken. Es gibt ein Spektrum an Methoden, die auf diesem Ansatz aufbauen, z.B. die teilnehmende Beobachtung und die Methode des offenen Interviews/Gesprächs. Wenn ich etwas über das Leben in Mosambique/Sambia/Tansania wissen möchte, weil ich dort leben möchte, werde ich zwar einen Wissenschaftler fragen können, was die Daten der Bevölkerung dort sind. Einen wesentlicheren Eindruck bekomme ich aber vielleicht dadurch, dass ich einen Roman von jemandem lese, der in die dortige Kultur eingetaucht ist und aus der Innenperspektive berichten kann (wie Henning Mankell, „Das Auge des Leoparden“).
Diesen Weg zu ignorieren oder klein zu reden tut der Welt und den Menschen Gewalt an. Mindestens, um vernünftige und wesentliche Hypothesen zu generieren, die dann meinetwegen wieder deduktiv überprüft werden können, sollte die induktive Methode angewendet und mit der deduktiven kombiniert werden.

3. Der deduktive Weg wird nicht von Wahrheitssuche sondern von Verwertungsinteressen motiviert und gesteuert.

Eine Wissenschaft, die, ausgehend von ihren vorgefassten theoretischen Konstrukten mit verengten Fragestellungen an die Wirklichkeit herangeht, die nur noch kleine Antwortschlitze offen lassen, in denen sich die Wirklichkeit der Untersuchten nur noch begrenzt einfinden kann, eignet sich, da parallel, besonders für Fragestellungen, in denen die subjektive Wirklichkeit der Menschen keine Rolle mehr spielen soll, sich bloß nicht durchsetzen soll. Es ist tendenziell die Forschung der Mehrwertschöpfung, und der verwaltenden Leidkontrolle.

4. Mehrwertschöpfung

Hilft mir Dein Instrument, zum Beispiel das Enneagramm, einen finanziellen Mehrwert zu erringen? Kann Deine Wissenschaft belegen, dass Dein Instrument (Enneagramm) mir hilft, Mehrwert zu schöpfen? Kann Deine Wissenschaft generell mir helfen, meine finanziellen Interessen zu unterstützen und durchzusetzen? Kann sie es, wird sie gefördert, wenn nicht, wird sie begraben (vgl. New York Times zum Verschwinden solcher Forschungsergebnisse, die belegen, dass Psychopharmaka nicht wirkungsvoller sind als Placebos). Für das Enneagramm führt diese Richtung zu einer subtilen und pervertierenden Verlagerung vom Selbstfindungsinstrument ohne fremdes Mehrwertschöpfungsinteresse hin zum wissenschaftlich belegten Psychotool zur Produktivitäts- und Umsatzsteigerung.

… und Leidkontrolle

Der übergroße gesellschaftliche Fokus auf Mehrwertschöpfung kreiert menschliches Leid in großem Ausmaß, die eklatante Zunahme von depressiven Erkrankungen als nur ein Beispiel. Würde unser Gesellschaftssystem wissenschaftlich induktiv vorgehen, so würde es zum Beispiel von einem Arbeiter hören können: „ich bin krank geworden, weil ich körperlich die Arbeitsanforderungen (Kessel von innen reinigen, Lunge) nicht mehr leisten konnte. Und psychisch, weil ich den dauernden Gang zu einer Arbeit, die mir innerlich fremd ist, nicht mehr ausgehalten habe.“ Aus solcher Forschung würde sich unmittelbar ein systemverändernder Impuls ergeben. Das System möchte sich jedoch bewahren, Es kommt zu einer Spannung: Systemveränderung/ Systemerhaltung. Das induktive Vorgehen wirkt eher in Richtung auf Systemveränderung, das deduktive in Richtung auf Systembewahrung.
Gesellschaftlich wird der Wissenschaft nahe gelegt, eine möglichst systemferne Erklärung für Depression zu suchen (es sei keine Reaktion auf gesellschaftliche Umstände, sondern eine Krankheit, diese sei genetisch bedingt oder rühre von der Kindheit oder falschen Einstellungen her). Danach sucht man nach „tools“, die diese Krankheit heilen/managen helfen, die aber bewirken, dass dem Betroffenen seine Selbsterkenntnis und gesellschaftliche Erkenntnis im Halse stecken bleibt. Das bedient die Pharma-, die Psychoindustrie und die Verwaltungsapparate: die Wissenschaft habe erwiesen … Depression müsse immer in einer Kombination von Pharmakotherapie und Psychotherapie behandelt werden und dies erfolge am besten in strukturierten und effektivitätskontrollierten (also wiederum deduktiv messbaren) Verwaltungsprogrammen im Rahmen von „Krankheitsmanagement“.
Es wird also von uns und unserer Wissenschaft gefordert, ein solches tool zu sein, dann werden wir gefördert, wenn nicht, dann fliegen wir raus, wissenschaftlich bestätigt oder nicht. Und während wir uns bemühen, gegenüber eine bestimmten wissenschaftlichen Welt zu beweisen, dass unsere Annahmen wahr sind, wird auch eine Enneagrammtheorie wissenschaftlich nur überleben, wenn wir uns als Mehrwertschöpfungs- oder Heilungstool darstellen können. Für manche unter uns wäre das eine Pervertierung des Enneagramms und was wir mit ihm wollen. Es ist ein Instrument der Selbstheilung und der Selbstveränderung. Es führt zu einem selbständig zu begehenden Weg zum Wesentlichen. Das scheint unsere Wahl zu sein: Erfolg und Aufgabe des wesentlichen oder wesentlich und erfolglos. Lasst und wenigstens darüber nicht naiv sein.

5. Die Enteignung der subjektiven Selbsteinschätzung

Der deduktive wissenschaftliche Weg hat als weitere Folge die Enteignung der Selbsteinschätzung. Auch durch Tests. Statt sich selbst zu überlegen, was die wiederkehrenden Muster meines Verhaltens sind und zu einer informierten Selbsteinschätzung zu gelangen, kommen viele meiner Klienten und sagen: „bei Test X ist herausgekommen, dass ich eine 13 bin“. Man gibt sozusagen den Löffel der Erkenntnis an ein äußeres Instrument ab, das einem sagt, was man ist. Das ist dem Erkenntnisweg des Enneagramms eher entgegengesetzt.

Vorliegende wissenschaftliche Ergebnisse, auch des deduktiven Weges

Nach dieser Kritik des deduktiven wissenschaftlichen Weges brauchen wir eigentlich nicht mehr zu erstarren, wenn uns die wissenschaftliche Gretchenfrage gestellt wird. Zu prekär erscheint es, uns allein auf die deduktiv vorgehende empirische psychologische Forschung zu verlassen. Wir können und müssen, unserem eigenen Erkenntnisinteresse folgend, dem induktiven Weg den Vorzug geben. Solche Forschung existiert, bleibt aber noch belächelt und nicht steuerungsrelevant da nicht steuerbar im gesellschaftlichen Abseits.
Aber auch wer trotz solcher Kritik der deduktiven Forschung verbunden bleiben mag, braucht sich des Enneagramms nicht zu schämen. Eine Zusammenstellung der vorliegenden wissenschaftlichen Literatur zum Enneagramm (Weidmann,2009) ergaben zwar keine überragenden Datenmassen, aber doch ca. 50 Artikel, Dissertationen und sonstige Veröffentlichungen, die als wissenschaftlich gelten können, darunter ungefähr die Hälfte, die nach den klassischen Kriterien arbeiten. Eine detaillierte Darstellung würde unseren Rahmen hier sprengen, in kurzer Zusammenfassung kann jedoch gesagt werden:
Gefunden wurden 5 Tests, die sich den üblichen Verfahrensweisen und Gütekriterien unterzogen haben ( EET-SEDIG von Daniels, WEPSS und WTES von Wagner et al., RHETI von Riso/Hudson, ETT von Becker, HEI von Lendt/Schwarzlmüller). Der in der Schweiz entstandene profil-hp verwendet zusätzlich Material aus anderen Quellen, ist also kein „reiner“ Enneagrammtest. Im einzelnen können die Konstruktionen dieser Tests und die Vorgehensweisen kritisiert werden und sicherlich ist die Datenlage nicht üppig und großartig, aber sicherlich befriedigend genug, um die Frage unserer Wissenschaftlichkeit im klassischen Sinne positiv zu beantworten. Ebenfalls vorhanden sind Untersuchungen zur Konstruktvalidität des Enneagramms, zur Flügel- und Stresstheorie, zur Kreisanordnung. Zum Thema Sucht und Enneagrammtyp. Zum Thema frühkindliche Anzeichen für die 9 Typen. Zum Thema Anwendung des Enneagramms im business-setting. Theoretische Arbeiten zum Thema „Neurotransmitter und Enneagrammtyp“ und zur Verbindung von Schematherapie und Enneagramm.

Zukünftige Forschungsrichtungen

Innerhalb dieser Wissenschaftstradition bleibend erscheinen mir jedoch folgende Fragestellungen für die Zukunft angezeigt:

1. Validierung der Enneagrammtypen ?

Die Typen als solche müssen eigentlich nicht mehr validiert werden. Per definitionem sind sie dadurch validiert, dass sie überwiegend den klassischen Beschreibungen von Persönlichkeits(störungs)typen in den diagnostischen Standardmanualen entsprechen. Es war ja gerade C. Naranjos Arbeit, diese Typen dem neunzackigen Stern zuzuordnen. Bei einigen Typen ist das wackelig: Typ 7 ist nicht gut unterzubringen. Typ 3 erscheint auch nicht auf der internationalen Pathologieliste, wie Typ 7 wohl deshalb nicht, weil es sich um gesellschaftlich akzeptierte Gruppen handelt, deren Muster für die Gesellschaft als so wegweisend und vorbildlich gelten, dass man in ihnen keine Pathologie erblicken kann.

2. Nötige Validierung von Typ 7 und Typ 3

Typmässig validiert werden müssten eigentlich nur Typ 7 und Typ 3. Hier könnten wir Validierungen durch den Vergleich mit anderen Persönlichkeitstypologien wie der von Kuhl, in der unser Typ Nr. 7 ziemlich genau beschrieben wird, vornehmen.

3. Nötige Konstruktvalidierung

Die Validierungsversuche des Gesamtkonstruktes, z.B. der Kombination der neun Typen im Symbol des Kreises mit dem neunzackigen Stern. Stimmt die Theorie der Flügeltypen? Stimmen die Voraussagen über Stress und Entspannung? Hierzu gibt es weniges und wenig Gutes.

4. Wirksamkeitsstudien

Es fehlen praktisch gänzlich Wirksamkeitsstudien, etwa mit der Fragestellung: wie wirkt sich das Enneagramm auf die Beziehungsfähigkeit und psychische Reife seiner Anwender aus.

5. Forschung über weitergehende Ableitungen, z.B. die Zentrentheorie:

Auch über die Validierung neuer, aus dem Konstrukt „Enneagramm“ abgeleiteter Sub-konstrukte und Hypothesen, wie zum Beispiel die Theorie der Intelligenzzentren und ihre Wirksamkeit in der Bewältigung von Beziehungskonflikten, brauchen wir mehr Forschung.
In diesem Artikel habe ich versucht, zwei Formen von Wissenschaft darzustellen: die deduktive und die induktive. Ich habe versucht zu zeigen, wie letztere vielleicht unserem Gegenstand mehr angemessen ist, auch da sie sich weniger für eine „Verdinglichung“ des menschlichen Wesens eignet. Aber selbst dann, wenn man in den gesellschaftlichen Rechtfertigungssystemen verbleiben will oder muss, steht das Enneagramm ordentlich da. Eine Liste wissenschaftlicher Literatur liegt vor und kann gerne bei mir angefordert werden.

Jürgen Gündel, Jg. 1954, ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Lehrender Transaktionsanalytiker und leitet seit 15 Jahren das Enneagramm Professional Training nach Helen Palmer und Prof. David Daniels in Deutschland. Ebenso engagiert er sich neuerdings im Einsatz des Enneagramms in Therapeutentrainings und in business und Verwaltungssettings.
www.enneagrammportal.de, S6,25, D-68161 Mannheim, Tel.: 0621-14449

Aus EnneaForum 37 (Mai 2010), S. 08-11 © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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