EnneaForum 23, S. 23 (Mai 2003)

Typen-Sätze (ÖAE-JHV 2003)

Die folgenden Sätze sind Ergebnisse aus den Typen-Gruppen. Wenn 2 Sätze erscheinen, meint das, dass wegen zu großer Teilnehmerzahl zwei Gruppen gebildet wurden.

1. Ich kann es aushalten, dass die Welt nicht perfekt ist. Ich bleibe trotzdem dran – und ich bin nicht alleine verantwortlich.
1. Wenn ich aufhöre, immer alles selber machen zu wollen, kann ich die Erfahrung machen, gehalten zu werden.

2. Wir möchten die Geborgenheit, die wir anderen geben, selbst erfahren, können es aber nur schwer zum Ausdruck bringen und aushalten.
2. Wir brauchen niemand, können alles alleine. Aber wenn wir nicht mehr da sind, das merken die anderen?!

3. Wir spüren den Verlust der Geborgenheit sehr verzögert, und deshalb denken wir, Geborgenheit schaffen zu müssen, weil es niemand für uns tut.

4. Ich lasse Marionettenfäden los, öffne meine Hände und empfange, was ich bekomme.
4. Geborgenheit gibt es überhaupt nicht. Daher kann sie nicht verloren gehen. Deswegen neigen wir dazu, Ersatz zu suchen, in anderen Welten, um dann in der nächsten Kurve wieder abzustürzen. Sehnsucht.

5. Wir reagieren auf Verletzungen mit Zeitverzögerung, wenn überhaupt. Lassen dann die Glaswand runter oder vergessen.
5. Wir halten den Atem an. Merken aber, wir müssen auch ausatmen. Nur so ist Leben möglich.

6. Ich erlebe die Welt als gefährlichen und bedrohlichen Ort. Wenn ich klar bin, bin ich in meiner Energie.

7. Es hat alles 2 Seiten und es ist unsere Gabe, das Gute zu sehen, auch in Schwierigkeiten. Diese Gabe gönnen wir allen anderen.

8. Wir vertrauen darauf, die Geborgenheit wiederzugewinnen – gelassen, gelassen, gelassen. Ohne Kampf.
8. Meine Ungeborgenheit ist es, Fremdkörper zu sein. Ich erschaffe Geborgenheit, indem ich mit dem Andersdenkenden, der mich interessiert, in den Clinch gehe, ringe.

9. Es stimmt nicht, dass Neuner träge sind, aber wir verbringen viel Zeit mit Nichtigkeiten, und was wir tun, tun wir oft ohne Begeisterung.
9. Wir versuchen, Pole und Ambivalenzen nicht zu nivellieren, aber letztlich ist alles möglich dem, der glaubt.

Aus EnneaForum 23 (Mai 2003), S. 23 © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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