JHV 2001 Rothenburg ob der Tauber - Rückblick

Tagung und Jahreshauptversammlung in Rothenburg ob der Tauber. Ein Rückblick

Die diesjährige Jahrestagung des ÖAE in Rothenburg ob der Tauber stand unter dem Thema „Von der Arbeit am Typ zur Arbeit am Sein“. Referent war Dietrich Koller, in seinem Dienst als Evangelischer Pfarrer unter anderem im Ökumenischen Lebenszentrum Schloß Craheim und der Communität Casteller Ring, Schloß Schwanberg, Seminarleiter, und nicht zuletzt bekannt durch seine Beiträge in den Enneagrammbüchern von Rohr/Ebert.

Wer seinen Beitrag „Die Reue, die keinen gereut“ im Enneagrammbuch von Rohr/Ebert gelesen hat – und vor allem die Unterschiede, die zwischen der ersten und der neubearbeiteten Fassung bestehen (in letzterer steht: „kein Buch und kein Seelenbegleiter, kein Therapeut und keine Enneagramm-Tagung kann mir die Arbeit abnehmen, mich selbst zu verwandeln“), konnte gespannt sein auf seine Ausführungen.

Die Tagungsstätte – zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden – hatte einen gewissen knorrigen Charme, mondän aber alt, manchen etwas zu dunkel.

Etwa 105 Teilnehmer waren gekommen, in dem prächtigen, großen Saal sitzend gut untergebracht, für Übungen dann doch etwas beengt.

Am ersten Abend führte Dietrich Koller mit einem Vortrag und einer Meditationsübung in sein Thema ein. „Transformation“, Veränderung war das Stichwort – Meditation, Hören auf das Sein der Weg.

Der Samstagvormittag war ebenfalls der Arbeit an diesem Thema gewidmet.

Am Nachmittag war Zeit, die Stadt zu besichtigen und neben einer Stadtführung auch die enneagrammatische Meditation zum Riemenschneider-Altar von Claudia Dienst-Mann zu geniessen.

Die Jahreshauptversammlung brachte überraschend Klärungsbedarf zutage, der Finanzrahmen des ÖAE stellte sich als zu eng für die geplanten Aktivitäten heraus (siehe Beitrag von Ulli Krämer, s. 3). Nacharbeit ist erforderlich.

Das Abendprogramm entsprach dann trotz einiger Bemühungen nicht den Erwartungen und dem Anspruch aus vergangenen Tagungen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Thomasmesse, die sich für die Tagungen des ÖAE einfach als die angemessenste Form des Gottesdienstes erweist. Sich auf den Weg machen, verschiedene Stationen erkunden, neue Seiten an sich und anderen entdecken – wenn das für die Arbeit an der Person gilt, dann ist es gut, dass das auch im Gottesdienst seinen Ausdruck findet. Den verschiedenen Bedürfnissen und Traditionen, mit denen und aus denen wir kommen, wird mit dieser offenen Form wirklich gut Rechnung getragen.

Eine kleine Panne am Rande: Der Saft, von dem in der Liturgie noch die Rede gewesen war, hatte sich (allerdings schon lange vorher) in Wein verwandelt. Wir hoffen, dass das für niemanden ein gesundheitliches oder inneres Problem war.

Das Echo auf diese Tagung fiel so unterschiedlich aus, dass wir auf den folgenden Seiten allen schriftlich eingegangenen Stimmen Raum geben. Für weitere Rückmeldungen, Anregungen und Ideen sind wir dankbar. Sie werden in die kommenden Planungen eingehen.

Michael Schlierbach

[aus: EnneaForum 19, Mai 2001, S. 3-4

Aus EnneaForum 19 (), S. © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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