Wozu dient das Enneagramm?

“Als Spiegel der Seele bleibt das Enneagramm ein Werkzeug, das irgendwann beiseite gelegt werden kann. Das Enneagramm ist nicht die Antwort, sondern ein Wegweiser. Wegweiser zeigen den Weg; gehen aber müssen wir selbst”, schreibt Andreas Ebert in seinem Vorwort zum Buch “Das Enneagramm”.
Das Enneagramm ist ein Erkenntnismodell, das Menschen auf ihrem Weg im Umgang mit sich selbst und mit anderen begleiten will. Es geht um Selbsterkenntnis und – wo nötig – Umdenken, Veränderung, Umkehr, christlich gesprochen auch “Buße”.
Das Enneagramm liefert keine fertigen Rezepte. Es öffnet vielmehr durch die darin enthaltenen Erfahrungen anderer die Augen für eigene Persönlichkeitsstrukturen. Und es zeigt Wege aus Sackgassen auf, indem man auch andere Weisen kennen lernt, mit Situationen, Dingen, Gefühlen und anderen Menschen umzugehen.
Was dann draus wird, ist sehr individuell und kann sehr verschieden aussehen.

Weil der Blick auf die eigene Person immer vorgefärbt und beschränkt durch die eigenen Sichtweisen ist, ist es sehr wichtig, den Blick von (mindestens einem) anderen Menschen als Hilfe und Begleitung zu haben. Das Enneagramm enthält selbst solche verschiedenen Sichtweisen – man könnte auch sagen ‘verschiedene Spiegeltechniken’ – und kann so auch jemanden, der sich nur für sich damit beschäftigt, auf einen Weg führen. In der weiteren Anwendung ist aber das persönliche Gegenüber eines anderen Menschen mit einem anderen Blick und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Sichtweisen unverzichtbar. So werden festgefahrene Wege wieder offen.

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