Briefseelsorge

Erfahrungsbericht

Seit gut eineinhalb Jahren besteht unsere regionale Enneagramm-Gruppe und, umfaßt 10 Personen (Frauen, Männer, Paare, Singels). Wir haben gemerkt, daß man beim Lesen des Enneagramms schnell an eigene Grenzen stößt und alleine nicht weiterkommt. Durch den Austausch in der Gruppe, angeregt durch den Besuch von Enneagramm-Seminaren, ist ein Weiterentwickeln und Wachsen der eigenen Persönlichkeit eher möglich. Es kommen durch die verschiedenen Typen unterschiedliche Energien und Sichtweisen zusammen, die sehr befruchtend sind, vorausgesetztman begegnet sich mit der entsprechenden Offenheit.

Im Buch von Richard Rohr/Andreas Ebert wird das Angebot der Briefseelsorge gemacht. Das wurde von den Lesern/innen so reichlich genutzt, daß Andreas sehr schnell an Kapazitätsgrenzen kam und sich nach Hilfe umsah. Vier von unserer Enneagramm-Gruppe fanden sich bereit, einen Teil der Briefe zu beantworten und auch weiterhin den Kontakt zu pflegen.

Bei den Briefen hat uns folgendes überrascht:

Die Offenheit der Briefschreiber/innen: Ganze Biographien, innerste Ängste und Seelennöte wurden zu Papier gebracht, bis zu 18 Seiten.
Die Briefe kamen aus der ganzen Welt: Lateinamerika, Afrika und ganz Europa – ein Zeichen dafür, wie weit verbreitet das Buch schon ist.
Erstaunlich viele Ordensleute sind unter den Briefschreiberinnen.
Nach der Selbsteinschätzung der Schreiber/innen, sind deutlich viele NEUNER und ZWEIER darunter.
Das Interessante an der Briefseelsorge ist, daß wir mit den unterschiedlichsten Problemen konfrontiert werden. Immer wieder müssen wir uns neu und intensiv mit den einzelnen Typen des Enneagramms beschäftigen, um uns auf den/die jeweiligen Schreiber/in einzulassen. Durch die Verschiedenheit in der Zusammensetzung unserer Gruppe (Bauch-, Herz- und Kopftypen sind vertreten) kommt es immer wieder zu lebhaften Diskussionen, was und wie wir antworten sollen. Die Briefe werden auf die verschiedenen Gruppenmitglieder aufgeteilt und bearbeitet. Die Antwort wird bei unseren ca. 14 -tägigen Treffen diskutiert und entsprechend ergänzt oder geändert.

An die Grenzen der Briefseelsorge kommen wir, wenn der Schreiber/in eine intensive Begleitung oder eine Therapie nötig hätte. Das kann und will auch die Briefseelsorge nicht leisten. Hilfreich wäre es in diesen Fällen, wenn wir auf eine Begleitung in deren Nähe verweisen könnten.

Norbert Häg

[aus: Enneagramm-Rundbrief 3, April 1992, S. 2

Aus EnneaForum 03 (), S. © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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Aus EnneaForum 03 (), S. © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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