Von der Suche nach Gott zwischen Schafen und Wölfen

Von Marion Küstenmacher

Spirituelle Enneagrammarbeit schließt die Gottessuche mit ein. Die Suche nach Gott ist eine Suche in vielen kleinen Schritten, bei denen es in der spirituellen Begleitung auf eines ankommt: die Bewegungen der Seele zu erfassen, ihnen zu vertrauen und Ausdrucksmöglichkeiten zu verschaffen für die unmittelbaren Bilder, in denen unser Tiefenbewusstsein zu uns sprechen will. Bei meinen Enneagrammkursen wurde mir darum im Laufe der Jahre die nonverbale Arbeit mit Bildern (Gebärdenspiel, freies Malen) immer wichtiger, zumal sich die Muster darin oft präziser erfassen lassen als wenn man über den Intellekt oder das Oberflächenbewusstsein geht. So stellte ich den Teilnehmern häufig die Aufgabe, in der Stille eine für sie wohltuende und bergende Landschaft zu malen, in der es ihrer Seele gut gehen würde. Immer wieder wurden dabei (auch von Kirchenfernen) religiöse Symbole verwendet, wie etwa ein Gipfelkreuz an der Spitze eines hohen Berges. Nun bedeutet das gleiche Motiv, wenn es bei zwei Menschen auftaucht, aber noch lange nicht das Gleiche. Im Gegenteil: Es kann zwei völlig verschiedene Schritte auf dem Weg der Gottessuche bedeuten. So tauchte in zwei verschiedenen Kursen bei zwei Teilnehmern das gleiche Motiv auf: Man sah einen Hirten, der seine Schafe hütete…

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