Die Ökumene im Ökumenischen Arbeitskreis Enneagramm

Autor: Rainer Fincke

Ökumene – dieses Wort hat offensichtlich in den letzten Jahren keinen motivierenden Klang mehr, wird eher mit Ernüchterung und Enttäuschungen verbunden. Besonders die Generation der 60- und 70jährigen äußert sich eher kritisch – wie auch in diesem Heft zu lesen ist. Man ist nicht so weit wie es eigentlich sein sollte – siehe z.B. die Probleme bei der gemeinsamen Feier der Eucharistie. Und so denken vielleicht auch manche Mitglieder unseres Vereins, die Ökumene im ÖAE ist angesichts dieser Einschätzung eher ein exotisches Randphänomen.

Wider den ökumenischen Pessimismus

Ich möchte dagegen eine andere Position vertreten. Veränderungen und Entwicklungen in der Kirche kamen in der Regel nicht von leitender Seite, sie kamen von kleinen Gruppen und einzelnen Personen, oft am Rande der Kirche stehend. Es waren z.B. die klösterlichen Bewegungen, die Quäker, Waldenser oder Täufer, die feministische Theologie, die Theologie der Befreiung, die Weltgebetstagsbewegung, die charismatische Bewegung, die katholische Bewegung „Kirche von unten“. Es waren Persönlichkeiten wie Martin Luther oder Franz von Assisi, Martin Luther King oder Dietrich Bonhoeffer. Eine wirkliche neue Bewegung kommt eben nicht aus der Beschlussfindung leitender Gremien oder durch das Wort eines Bischofs oder Papstes.

In diesem Zusammenhang ist der Beitrag des ÖAE zur ökumenischen Entwicklung nicht zu gering einzuschätzen.

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Kommentare

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Werner Lambach · 08.11.2006 21:47 → Kommentarlink 000302

Das ist auch meine Einschätzung der Situation.
Ich freue mich über die gelebte Ökumene im ÖAE.
Was mich mit spirituell lebenden und denkenden Menschen verbindet, geht weit über Dogmen, Gesetze und Amtsverständnis hinaus und wird sich dem auch nicht beugen.

Ludger · 08.11.2006 22:02 → Kommentarlink 000303

Auch ich möchte mich deinen Gedanken, Worten und Wertvorstellungen anschließen. Ich bin sehr, sehr froh, dass es den ÖAE gibt, dieses “exotische Randphänomen”, bei dem und in dem ich mich sehr wohl fühle. Am schönsten und Leib und Seele am tiefsten bewegend, wenn wir auf unseren alljährlichen Treffen gemeinsam uns im Rahmen der Thomasmesse Gottes Gegenwart hinhalten und seine Kraft und Nähe auf immer wieder überraschend neue Weise erleben und miteinander teilen dürfen. DANKE an alle Mitglieder . . .
Ludger

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