Typ 5 – BeobachterIn / DenkerIn / PhilosophIn

Typ Fünf

Die FÜNF braucht Abstand von dem, was ihr zu lebendig erscheint. Sie bricht die Brücken ab, wenn andere ihr zu nahe kommen.

Doch manchmal, wenn sie ihre Einsamkeit tief genug spürt, wagt sie es, am lebendigen Leben teilzunehmen.

Kommentare

Marouci · 20.11.2008 23:55 → Kommentarlink 001286

PS:
liebe Gerlinde, kannst Du bitte den Titel/Autor des Buches bekannt geben.

Danke
Marouci

gerlinde · 21.11.2008 20:11 → Kommentarlink 001287

Hallo Marouci,
die Passage ist aus dem Buch „Grundformen der Angst“ von Fritz Riemann. Überlege Dir aber erst nochmal, ob Du diese tiefenpsychologische Studie wirklich lesen willst.
Es gibt über diese Persönlichkeitsform auch einen Roman von Christiane Rochefort mit dem Titel: „Das Ruhekissen“. Ich habe diesen Roman noch nicht gelesen – habe ihn mir aber schon bestellt.
Ansonsten lasse Dich nicht beängstigen und mache es nicht zu Deinem Problem, denn es ist nicht Deins. Lediglich was es mit Dir anstellt….Und hüte Dich vor dem „süchtig“ werden……..
Grenze Dich ab und sorge dafür, dass es Dir wieder gut geht. Das ist sehr wichtig! Versuche auch Abstand zu bekommen. Immer ein bisschen mehr…..Die Zeit wird Dir helfen, denn wie hat mein Lehrtherapeut zu diesem Thema gesagt: „Es ist hoffnungslos und eine Endlosgeschichte…“
Das hat sich mir sehr eingeprägt.
Ich wünsche Dir eine wirklich gute!!!! Zeit.
Gerlinde

Marouci · 29.11.2008 12:05 → Kommentarlink 001288

hallo zusammen,ich brauchte eine Zeit des Alleinseins.
Danke liebe Gerlinde für Deine Hinweise, daraus ergab sich für mich einiges zum Nachdenken und dabei kamen u.U. Dinge zutage die vielleicht der Grund sind für viel Leid das ich erlebe.

Und was das wichtigste ist ganz viel Verstehen ist daraus gewachsen.

Inzwischen glaube ich, mein 5er ist nicht nur ein 5er, sondern sein ausgeprägtes Schutzverhalten bassiert auf einer gespaltenen Persönlichkeitsstörung deren Ursache ich wohl nie erfahren werde.
Im Grunde liebe ich ihn jetzt noch mehr,denn ich glaube er leidet darunter am meisten.
Zurzeit ist wieder seine Tochter bei ihm und ich habe keinen Zugang, deshalb weis ich nicht, ob wir wieder zusammen kommen, ich hoffe darauf…
Aber auch wenn nicht, bleibt miene Liebe für ihn bestehen, und sonderbarerweise geht es mir sehr gut, ich verstehe es selbst nicht.
Ist halt so…
liebe Grüße Marouci

Gerlinde · 10.02.2009 11:56 → Kommentarlink 001326

Hallo,
wollte mich mal wieder melden…
Seit etwa 2 Wochen bin ich aus der für mich doch mehr leidvollen als beglückenden Beziehung mit dem „Fünfer“ raus.
Nachdem ich zudem feststellen musste, dass ich eigentlich die Beziehung zu meiner Mutter damit unbewusst aufarbeitete, die genauso tickt wie er und bei der ich mein Leben lang um Liebe und Zuneigung kämpfen musste, wurde die Sache doch etwas schwierig, denn im Grunde ist dieser Mensch ja eigentlich gar nicht gemeint – und das ist wiederum ihm gegenüber nicht so ganz fair.
Da ich auch das Gefühl einer gewissen Abhängigkeit bekommen hatte, war dies noch mehr Grund für mich, von dieser Geschichte Abstand zu nehmen.
Soweit zu mir und was nicht direkt etwas mit der Fünf zu tun hat – lediglich mit meiner Erfahrung mit Fünfer – meine Mutter und dieser Mann!
Gruß an alle und drückt mir die Daumen, dass ich nicht rückfällig werde, denn ein Wieder-hineinfallen in eine „heimische“ und nur zu gut bekannte Erfahrung als Kind – geht ganz schnell, auch wenn sie negativ war.
Gerlinde

Gerlinde · 19.05.2009 11:15 → Kommentarlink 001342

Gehört ja eigentlich hier her:
Liebe Marouci,
wie schön wieder von Dir zu hören… und natürlich auch von Jutta und Sophie …..
Neben meinem “5er” habe ich nun in einem psychologischen Weiterbildungskurs noch einen anderen “5er” kennengelernt. Da auch hier die “Störungen” bearbeitet werden, kann ich ganz deutlich die Übereinstimmung beider Fünfer sehen.
Und zwar im Bezug auf Deinen Satz: “Solange er ! mich nicht aufgibt….”.
Es geht hier ums “Loslassen” können. Und meine beiden “5er” wurden eindeutig von ihren Müttern nicht losgelassen. Es wurde geklammert, eingeengt und sprichwörtlich “aufgefressen”. Gleichzeitig wurde den Söhnen ein “schlechtes Gewissen” gemacht….. Für mich persönlich erklärt sich da einiges im Bezug auf “eng werden”.
Du kannst ja mal bei Deinem “5er” nachschauen, wie das so bei ihm war. Vielleicht findet sich da auch so etwas in der Form.
Und ob es Liebe ist von unserer Seite aus, das frage ich mich auch manchmal…..
Grüße an alle anderen….
Gerlinde

Sophie · 20.05.2009 22:11 → Kommentarlink 001343

Liebe Gerlinde,
ja seltsam, der 5er, den ich kannte, hatte auch ein etwas zu enges Verhältnis zu seiner Mutter. Auf jeden Fall in seiner Kindheit: Alleinerziehende Mutter,keine Geschwister, der Vater überhaupt nicht vorhanden, bzw. nie aufgetaucht.

Viele Grüße
Sophie

Gerlinde · 22.05.2009 09:55 → Kommentarlink 001344

Ja, das ist auch kennzeichnend: Den Vater ersetzen zu müssen – aus welchen Gründen auch immer – ob Alkohol, Fremdgehen, überhaupt nicht vorhanden usw.

Christine · 18.11.2009 17:56 → Kommentarlink 001376

Ich habe auch einen 5-er Anteil. Ich wurde als Kind von meinen Eltern vereinamt, ohne überhaupt gefragt zu werden, ob ich das möchte.
Ich ertrage keine grossen Menschenmassen und sogar Kleingruppen erzeugen in mir das Gefühl eingeengt zu sein bzw. zu werden. Ich kann nicht sehr lange Nähe ertragen. Gott sei Dank respektiert dies mein Ehemann, denn mit Ihm kann ich über alles reden was in mir ist. Aber jemand mit einem 5-er Antei kann man zu nichts zwingen, es muss von demjenigen selbst kommen. Je mehr Zwang ausgeübt wird, je mehr zieht sich derjenige zurück!! Zwang ist also kein guter Berater!! Für den 5-er muss es eine Möglichkeit zum Rückzug geben! Für einen 5-er ist es auch nicht leicht so einfach zu reden. Es braucht alles seine Zeit! Sich zu öffnen muss auch erst einmal eingeübt werden! Wenn in der Familie nicht geredet werden durfte und einem der Mund verboten wurde, verlernt man das Reden ganz einfach!5-er sind nicht einfach, aber man sollte sie einfach zu nichts zwingen!!!

jutta · 19.11.2009 22:53 → Kommentarlink 001377

Liebe Christine,
schön, dass du da bist.
Nicht-Reden-können ist übrigens kein Fünfer-Problem allein. Ich kann es auch nicht.
In der Rückschau merke ich jetzt, wie sehr wir beide, der Fünfer, mit dem ich eine Beziehung versucht habe, und ich, umeinander herum gestrichen sind, leider hat keiner das erlösende Wort gefunden. Im Rückblick ist mir klar geworden, wie sehr er um mich geworben hat – aber eben nicht mit Worten und nie genug, um mir Sicherheit zu geben, dass ich ihn lieben “darf”.
Eigentlich schade, dass es so gekommen ist. Seit mir das klargeworden ist, versuche ich zu lernen, öfter mal meinen Mund aufzumachen – aber letztlich kann niemand sehr weit über seinen eigenen Schatten springen.
Liebe Grüße, Jutta

Christine · 21.12.2009 19:23 → Kommentarlink 001381

Liebe Jutta,
danke für Deinen lieben Beitrag. Ich finde, es ist in erster Linie sehr wichtig in sich zu blicken, was eigentlich in einem ist bzw. wer man eigentlich ist.
Es ist nie gut, etwas zu tun und jemand zu sein, der man eigentlich nicht sein möchte!!! Es ist wichtig, sich selbst zu akzeptieren wie man ist und nicht, wie andere Menschen uns sehen möchten!!! Wir sind wichtig!! Zuerst ist die Arbeit an uns selber wichtig, nur wir könenn uns verändern!!! Liebe Jutta, bleibe die, die Du wirklich bist und nicht die, die andere in Dir sehen möchten!!
Alles Gute weiterhin!!!




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