Auf der Flucht

Christiane Engelmann zum Muster Nr. Sieben

Wovor fliehst du
und wohin?
Du fliehst vor dir selbst,
vor deiner Angst
zuzulassen,
dass du Zeit haben köntest,
zu entdecken,
dass da Tiefe ist,
die weh tut.
Dass da Wünsche sind,
die schmerzen,
Wünsche nach Trost,
Liebe und Wärme,
nach einem Kind.

Was hat man dir angetan,
dass du fliehen musst
vor dir selbst?
Was hat man dir nur angetan?

Halte inne und jage nicht
von Spaß zu Spaß
von Fest zu Fest
ohne satt zu werden,
ohne jemals genug zu bekommen
und ohne die Tiefe des Lebens zu spüren.

Erkenne deine bodenlose Angst,
stell dich den verdrängten Wünschen,
stell dich den Schmerzen,
lass sie zu!
Spring in den Brunnen!
Das Wesen, das dir innewohnt
liegt tief in dir,
ganz still
und weint.

[aus: EnneaForum 22, November 2002, S. 16

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