Wertimagination Typ Fünf

Was wäre, wenn … ich mehr Nähe zulassen könnte?
Es war eine Runde von eher unauffälligen Personen, die sich da zusammenfand. Eine Atmosphäre freundlicher Zurückhaltung. Vielleicht durch ein Mißverständnis gliederte ich die Betrachtung in zwei Teile: zum ersten Gedanken und Assoziationen, dann die Bilder.
Danach machten wir eine Runde, bei der jeder etwas berichtete. Dafür war leider nur wenig Zeit übrig. Einiges kreiste um die Frage, wie angenehm oder unangenehm mehr Nähe wäre. Und was für Nähe? Schwierig könnte das vor allem bei der körperlichen Nähe werden. Einige Aussagen:

  • Ich könnte manchmal Freunde bitten, mich zu umarmen
  • Ich kann besser Nähe auf Distanz halten
  • Körperliche Nähe als Durchgangsstadium, z.B. im engen Fahrstuhl auf den Eiffelturm fahren, und dann den herrlichen Blick haben
  • angenehme Nähe: eine kuschlige Decke
  • keine Bilder
  • keine Nähe erwünscht. Gedanke erweckt eher unangenehme Vorstellungen.
  • angenehm: es wäre schön, gesehen zu werden.
  • schön: gemeinsames Tanzen auf einem Fest
  • ein Teppichmuster füllt sich mit Farben
  • unangenehm wäre: bei mehr Nähe umgeworfen zu werden, nicht bei sich bleiben zu können. Herbeirufen: den „Standhaften, Starken“. Gibt Sicherheit und Wärme. Nun muss Bewegung versucht werden.
  • eine ganze Geschichte. Im ersten Teil ist sie eine Tänzerin auf dem Eis, die in sich versunken ihre Pirouetten dreht. Sich den Impuls „mehr Nähe“ gibt und nun sieht, dass auch noch andere auf dem Eis sind.

Im zweiten Teil sitzt sie auf dem Sofa, mit dem Enkelchen (kleines Baby) auf dem Arm. Die andern spielen daneben. Impuls: was ist mit dem „inneren Kind“? Nun kommt sie an den Ort ihrer Geburt, ein Krankenhaus, geht die Treppen hoch und dann in den Keller (damals Luftschutzkeller). Es ist kurz nach ihrer Geburt. Die Mutter ist da, aber sie sieht sie nicht. Die Mutter will nicht mehr leben. Der Vater ist nicht da. Dann im Garten, und der Vater nähert sich von ferne, vom Horizont her. Er nimmt sie in den Arm, nun ist sie am Ziel der Sehnsucht. Eine Stimme sagt: Du musst die Verantwortung nicht tragen. Das war, als würden Zentnerlasten abfallen.
Einiges habe ich leider vergessen. Bemerkenswert finde ich, dass die Bilder meist ziemlich nahe an der Realität bleiben. Keine grandiosen Landschaften, keine mythischen Figuren. Auch die Wünsche bleiben bescheiden.

Ursula

[aus: EnneaForum 27, Mai 2005, S. 8

Aus EnneaForum 27 (), S. © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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