Wertimagination Typ Eins

Nach optimaler Umräumung der Stühle und Tische setzten wir uns als 13 „bekennende“ Einser im Kreis zusammen und genossen die schöne „Atmosphäre“, mal „unter uns“ zu sein. Sicher erschien nicht nur mir diese „Insel der Einser“ im Tagungsablauf als eine wohltuende Oase, wo man sich nicht lange erklären musste, sondern endlich mal in seinen Gedanken von allen gut verstanden fühlt. Ja, es ist schon ein Jammer, dass nicht alle Menschen Einser sind. Wie viel einfacher und problemloser wäre die Welt dann …
Entschuldigung – ich komme wieder ins Einser-Träumen, dabei sollte ich doch von unserer Gruppenimagination berichten, der wir uns schließlich auch – mit gemischten Gefühlen – zuwandten. Unsere Aufgabe hieß, zu imaginieren, was wäre, wenn wir einser geduldiger wären … Hier die wesentlichen Ergebnisse:

  • Wir würden uns nicht so ärgern über die eigenen und die Unvollkommenheiten der lieben Mitmenschen.
  • Diese würden auch viel weniger durch uns gestresst und damit mehr Chancen haben, z. B. zu lernen bzw. mehr Zeit zum eigenen Lernen zu haben.
  • Wir würden auch selbst (mehr) zur Ruhe kommen, unser Leben würde sich entstressen.
  • Das hätte zur Folge,
  • dass wir Sonnenuntergänge in Ruhe mal richtig genießen könnten,
  • auf farbenprächtig blühenden Sommerbergwiesen uns auf dem Rücken liegend wohltuend süßer Muße hingeben könnten
  • auf türkisfarbenem Sofa sitzend mit duftenden Chakrenstäbchen in Ruhe und mehr Geduld darüber ins Gespräch kommend, was alles sein könnte…
  • oder beim langsamen Aufsteigen in ein Bergkloster gar Anselm Grün begegnen und mit ihm zu schweigen in der Lage wären,
  • dass ich in einer Hängematte liegend, mein Gesicht und meine Füße massierend, als Liebender endlich mal gut mich mir selbst umgehen würde,
  • dass ich mehr Nähe zulassen, nüchterner, geistiger, verantwortlicher im Hier und Jetzt mit mir und anderen umgehen könnte.
  • Stille Meeresoberflächen, Zedern, Buddha, Kinder im Mutterschoß, Anbetung durch Eucharistie, Liegestuhl, Bergwiese, Kakteen „Königin der Nacht“ – als das imaginieren EINSER, wenn sie geduldiger wären!!!

Wir schlossen unsere Gruppe mit dem Gebet einer Teilnehmerin:
Herr, lass uns ändern, was zu ändern ist
lass uns geduldig ertragen, was nicht zu ändern ist
und schenke uns Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

[aus: EnneaForum 27, Mai 2005, S. 7

Aus EnneaForum 27 (), S. © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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