Editorial - (EnneaForum 20)

Liebe ÖAEler!

beim Betrachten des vor mir und Euch liegenden interessanten Bildes kommen mir viele Assoziationen an Stationen des zurückliegenden und des vor mir liegenden Jahres in den Sinn. Stationen im persönlichen Leben wie auch im Leben innerhalb des ÖAE.

Mehrere Fixpunkte gibt es für mein neugieriges Auge, und ich wähle zunächst die Steine, die unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten zulassen: Sind es interessante Formationen, die bestaunt und ertastet werden wollen? Liegen hier Trümmer, die überwunden werden, zur Seite geräumt werden mußten oder müssen? Sind es „Steine des Anstoßes“, die das Vorwärtskommen stören? Oder eine Ansammlung von Unikaten, ohne die die Landschaft öde wäre?

Mir erscheinen sie hier darüber hinaus als Wegweiser, die meinen Blick auf die dahinter liegende aufsteigende Treppe fokussieren. Diese ist aus Steinen gebaut – dem gleichen Material, das manchmal scharfkantig im Weg liegt und uns stolpern läßt. Dem gleichen Material des Berges an Arbeit oder Sorgen, der uns oft genug die Sicht verbaut. Dem gleichen Material, das sich vom Wasser zu runden, handschmeichelnden Kieseln formen läßt. Dem gleichen Material, das Wacholder, Steingewächs und Heidekraut den unverzichtbaren Halt bietet. Offenbar ist Stein ein gutes Baumaterial! Nicht nur Treppen lassen sich aus ihm bauen, auch Bauwerke – wie die Kirche am oberen Bildrand. Auf unserm Weg treppauf, treppab kann sie, Sinnbild für den Glauben, ein Ort der Begegnung mit Gott, der Klärung, der Besinnung sein. Hilfreich sind dabei Leitfiguren wie der auf dem Giebel stehende Patron, der die Hand zum Gruß, zur Mahnung, zum Gebet erhebt. Wie gut, dass wir im ÖAE solche Väter und Mütter haben, aus deren Erfahrungsschatz wir schöpfen, die uns aus der Ferne oder Nähe mit ihren Augen begleiten und deren begonnenes Werk wir weiterbauen können – auf unsere je eigene Art.

Ein Kindergartenlied kommt mir in den Sinn, das Ihr vielleicht mitsingen könnt: „Stein auf Stein, Stein auf Stein, ’s Häuschen wird bald fertig sein,“ heißt es im Refrain, begleitet von rhythmischen Handbewegungen: Im Wechsel werden die lockeren Fäuste aufeinander gesetzt. Das Bild gefällt mir für uns als Ökumenischer Arbeitskreis: Statt geballten Fäusten oder schlaff herunter hängenden Händen laßt uns die Hände heben und miteinander an unserem ÖAE-Haus bauen!

Die Treppe auf dem Bild führt nach oben – vielleicht zu einer Lichtung. Oder zu einer Baustelle. Oder zu einem Vorhof der Kapelle, auf dem Begegnung stattfinden, das Brot gebrochen und Wachstum im Glauben geschehen kann – z.B. auf der nächsten Jahreshauptversammlung vom 8. bis 10. Februar 2002 in Wernigerode. Schön, wenn wir uns dort begegnen!

Mit guten Wünschen für die Weihnachtszeit und das neue Jahr grüße ich Euch im Namen der Redaktion.

Claudia Dienst-Mann

[aus: EnneaForum 20, November 2001, S. 2

Aus EnneaForum 20 (), S. © Ökumenischer Arbeitskreis Enneagramm e.V., Celle. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Ökumenischen Arbeitskreises Enneagramm.

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