Worauf stehst Du? Wie tickst Du? Was glaubst Du?

Ein – womöglich auch enneagrammtisches – Credo-Projekt des Spirituellen Zentrums St. Martin in München
In der aktuellen Ausgabe von DIE ZEIT, in der Beilage “Christ und Welt” die ersten Stimmen hier: DIE ZEIT
Andreas Ebert: Das Spirituelle Zentrum St. Martin München, das ich leite, hat sich bis zum Reformationsjubiläum ein besonderes Projekt vorgenommen. Auf dem Reichstag zu Worms soll Luther gesagt haben: „Hier stehe ich! Gott helfe mir!“ – ein lebensgefährliches Bekenntnis.
Wo stehst Du? Worauf stehst Du? Was trägt Dich? Das Apostolische Glaubensbekenntnis beansprucht, den Glauben der Christen bündig zusammenzufassen. Das ist seine Stärke und seine Schwäche. Denn in ihm spiegelt sich auch das religiöse Verständnis einer geanzen Epoche. Von Jesus etwa werden nur seine wundersame Geburt, sein Tod und seine Auferstehung erwähnt. Sein ganzes Leben, seine Wunder, seine Lehre verschwindet gleichsam in einem Komma zwischen Geburt und Tod.
Als Enneagramm-Adepten wissen wir, dass jeder Menschen andere Präferenzen, eine andere, eigen Färbung, besondere Prioritäten hat. Die neun Muster, die das Enneagramm beschreibt, dürften sich auch in dem niederschlagen, was dem oder der Einzelnen am Glauben besonders wichtig ist. Oder welche Fragen und Zweifel uns beherrschen.
Ich lade Sie und Euch ein, euer eigenes Glaubensbekenntnis zu schreiben. Vielleicht ist es nur ein Satz. Vielleicht ein Gedicht, ein Haiku. Vielleicht benutzt ihr gar keine Worte, sondern schickt uns ein Bild, ein Foto, eine Zeichnung – aber bitte selbst verfertigt! Texte sollten nicht länger sein als eine Schreibmaschinenseite.
Die Details, Inspirationen und zahlreiche Glaubensbekenntnisse findet Ihr auf der Seite: www.credo-projekt.de
Dort kann man auch abgedruckte Texte kommentieren.
Ihr könnt um Anonymität bitten oder Euren Namen darunter setzen. Ich werde alle Texte lesen und Euch Rückmeldungen geben. Und ganz wunderbar wäre es, wenn Ihr mir auch Euer Enneagramm-Muster mitteilt. Damit ich sehe, ob meine Vermutung zutrifft, dass sich der Typus natürlich auch in den Schwerpunktthemen des eigenen Credos spiegelt
Am Ende soll eine Publikation stehen; wenn viele Beiträge von Euch kommen, würde ich auch einen speziellen Beitrag für das Enneaforum schreiben, nach Mustern geordnet sozusagen.
Ich freue mich sehr auf zahlreiche Texte und Bilder.
Andreas Ebert, Leiter des Spirituellen Zentrums St. Martin in München

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